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Stadtwerke starten Probebohrungen nach Wasser

eingestellt am 17.01.2012

 
Foto (c) MEV-Verlag, bilder.cdu.de

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Quelle: Jana Tomczak, StW / Jörg Frenzel, wedel.de
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WEDEL. Die Stadtwerke Wedel wollen ihre Kunden günstiger mit Trinkwasser versorgen als bisher. Weil die Einkaufspreise der Vorlieferanten gestiegen sind, investiert der kommunale Versorger in eine hauseigene Wasserförderung. Ziel ist die Unabhängigkeit vom teuren Vorlieferanten. Rund 1,8 Millionen Kubikmeter Wasser verbrauchen die Wedeler und Wedelerinnen pro Jahr. Die Erkundungsbohrungen für einen neuen Trinkwasserbrunnen haben an zwei Standorten begonnen. Dabei sollen die Grundwasserqualität und der Einfluss auf benachbarte Gebiete untersucht werden.

Nach Vorliegen der Ausschreibungsangebote wurden die  „Celler Brunnenbau GmbH & Co. KG“ mit der geplanten Versuchsbohrung beauftragt.  Vorbereitend wurden  Voruntersuchungen und Berechnungen von den Geologen Dr. Udo Schmidt und Olaf Scholze aus Bremen durchgeführt. Die Experten haben auf Basis von Daten aus dem geologischen Landesamt Hamburg ein hydrogeologisches Gutachten erstellt, welches die Grundlage für die Erkundungsbohrungen im Stadtgebiet Wedel bildet.

Die Erkundungsbohrungen dienen zunächst der Informationsbeschaffung und sollen geologische Erkenntnisse aus dem Untergrund liefern. Dabei werden die geologischen Verhältnisse allgemein und bis ins  Detail untersucht: Welche Gesteinstypen kommen in welcher Tiefe vor, wie sind die Klüftungsverhältnisse, welche Gegebenheiten sind für das Vorhaben von Bedeutung?
Die Erkundungsbohrungen führen mit einem Durchmesser von 244 Millimetern bis in 150 Meter Tiefe. Die Ausführung der Bohrarbeiten erfolgt auf öffentlichen Grundstücken, im Autal – südlich der Pestalozzi-Schule und im Gewerbegebiet Flerrentwiete. Die Bohrarbeiten werden voraussichtlich in einem Zeitraum von drei Wochen stattfinden.

 
Mit einem mobilen Bohrturm geht es hinab in 150 Meter Tiefe.

Da Bohrungen sehr aufwändig und kostenintensiv sind, dienen sie in den seltensten Fällen rein wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Stadtwerke Wedel möchten mit den Erkundungsbohrungen die optimalen Voraussetzungen für die Errichtung zweier moderner Hochleistungs-Tiefbrunnen für die öffentliche Trinkwasserversorgung schaffen. Wenn alles gut geht und genügend Wasser in den 500.000 Jahre alten Sandschichten einer Rinne aus der Elster-Eiszeit gefunden wird, könnte in etwa zwei Jahren Trinkwasser ins Wedeler Netz eingespeist werden.

Die Kosten für die derzeit erfolgenden Erkundungsbohrungen liegen bei rund 63.000 Euro. Sollte die Suche nicht so ergiebig sein, dass sie Trinkwasserversorgung für das gesamte Stadtgebiet sicherstellt, würde eine Umsetzung der Bohranlage erforderlich werden.

Die Stadtwerke Wedel bitten um Verständnis für den kurzzeitig erhöhten Geräuschpegel während der dreiwöchigen Arbeiten. Das Unternehmen weist darauf hin, dass die mit den Bohrungen verbundenen Arbeiten keine Beeinträchtigung für Nachbargrundstücke darstellen.

 
 
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